Neue Internetseite des KEB-Arbeitskreises "Einander helfen"

Seit dem Welt-Down-Syndrom-Tag 2013 ist die neue Internetseite www.down-syndrom-el.de online!

Kinder toben durch den Raum, Kekse krümeln auf den Boden – doch die Erwachsenen sind im Gespräch vertieft und schauen auf die große Leinwand, die in leuchtenden Farben die neue Internetseite des Arbeitskreises „Einander helfen – Kinder mit Down-Syndrom und ihre Familien“ der Katholischen Erwachsenenbildung im nördlichen Emsland zeigt. "Wir sind schon ein bisschen stolz anlässlich des Welt-Down-Syndrom Tages am 21.03. diese neue Internetseite zur Unterstützung von Familien und Einrichtungen mit Menschen, die das Down-Syndrom haben, vorstellen zu können (www.down-syndrom-el.de). Sie gibt Einblicke in das Leben von Menschen mit Down-Syndrom und ihren Familien, Informationen zum Thema Down-Syndrom und zu Einrichtungen und Partnern,  die umfangreiche Hilfen anbieten“, so Jana Frericks vom Arbeitskreis, dem zur Zeit 16 Familien angehören. Das Down-Syndrom, eine genetische Besonderheit, die bei einem von ca. 800 Menschen zutrifft, führt zu einigen Herausforderungen für die Familien, allerdings nicht zum Verlust von Lebensqualität, wie die spielenden und lachenden Kinder deutlich machen und die Eltern beteuern. „Menschen mit dem Down-Syndrom sind nicht zu bedauern,  sie möchten aber in allen Bereichen des gesellschaftlichen und beruflichen Lebens, vom Kindergarten über die Schule bis in die Arbeitswelt einbezogen werden und Teil der Gesellschaft sein – das wollen wir mit unserem Engagement unterstützen,“ sagt Sabine Rusche, eine der Ansprechpartnerinnen des Arbeitskreises. Die bisherigen Aktionen sind vielfältig. Kinoveranstaltungen, Postkartenaktionen, Kabarett zum Thema Inklusion und große Veranstaltungen mit Kindertheater, zu beruflichen Bildungsperspektiven für Menschen mit Down-Syndrom sowie rechtlichen Hintergründen zählen dazu. Weitere  Themen, wie die Pränataldiagnostik, dessen neue niederschwellige Möglichkeiten dem Arbeitskreis Sorge bereiten, fordern heraus. Solange Behinderungen allgemein als qualitativer Verlust für die Lebensfreude und Lebensmöglichkeiten verstanden und vermittelt werden, wird es den werdenden Eltern schwer gemacht sich für ein Kind mit Behinderung bewusst zu entscheiden. Der Arbeitskreis Einander helfen möchte dazu ermutigen diesem Druck zu begegnen. Dazu, zum Austausch und zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung trifft sich der offene Arbeitskreis monatlich in Papenburg. „Ich bin froh, dass wir durch einen Arzt auf diese Möglichkeit aufmerksam  gemacht worden sind und mit offenen Armen empfangen wurden“, meint Insa Osteresch, die mit ihrem Mann kurz nach der Geburt von Henry dem Arbeitskreis einander helfen beigetreten ist. „Gerade bei uns in Niedersachsen gibt es noch viel zu tun, damit Menschen mit Down-Syndrom entsprechend  ihren  Möglichkeiten angenommen und gefördert werden. Insbesondere die Inklusion genannte Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in Schule und Ausbildung muss intensiver betrieben werden. Wir wünschen uns darüber hinaus mehr positive Neugierde und Offenheit im alltäglichen Umgang miteinander“, fasst Rita Lammers die Anliegen des Arbeitskreises zusammen.
Der Arbeitskreis ist zu erreichen über Sabine Rusche 04968 910880 oder Anita Grote 04965 586 und über das Internet unter: www.down-syndrom-el.de
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