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Gutes Leben bis zum Ende ermöglichen – Hospizverein und KEB bieten neuen Ausbildungskurs für Ehrenamtliche Der Zertifikatskurs Fortbildung zum/zur ehrenamtlichen Hospizhelfer/in startet ab 20.09.2024 in Sögel

„Hospiz ist Lebensbegleitung“, diese Überzeugung teilen Steffi Olliges, die Koordinatorin und Michael Strodt vom Sögeler Hospiz e.V. „Unsere ehrenamtlichen Hospizhelfer erfahren immer wieder, wie bedeutsam ihr Gesprächs- und Begleitangebot ist - wenn gewünscht bis in die letzten Minuten eines Menschen. Und das beinhaltet oft auch kleine Freuden, wie ein letztes Eis im Sonnenschein“, so Steffi Olliges.
Dabei ist die wesentliche, selbst gesteckte  Aufgabe der Ehrenamtlichen des Vereins die Begleitung von Menschen auf ihrem letzten Lebensweg. „Wir erfahren in der Begleitung Sterbender immer wieder wie wichtig es ist, dass eine Gesellschaft Menschen hat, die sich um andere kümmern“, weiß Michael Strodt, Krankenhausseelsorger und Vorsitzender des Vereins. Er verweist auf die hohe Anzahl an Begleitungen Sterbender durch Ehrenamtliche im vergangenen Jahr, die zeigten, wie wesentlich die Haltung des sich Kümmerns und Daseins in schweren Zeiten ist.
Eine hospizliche Haltung erfordere die Auseinandersetzung mit dem Thema Krankheit, Tod und Sterben.
Das Ziel ehrenamtlicher Hospizarbeit sei es, ‚den Tagen mehr Leben zu geben‘ (Cicely Saunders). Das Wohlbefinden der Betroffenen und die ganzheitliche Betreuung stehen dabei an erster Stelle.
Um der wachsenden Nachfrage nach Begleitungen auf dem letzten Weg des Lebens auch weiterhin entsprechen zu können bietet der Verein Sögeler Hospiz e.V. und die Katholische Erwachsenenbildung ab dem 20. September einen neuen 110 Unterrichtsstunden umfassenden Zertifikatskurs „Fortbildung zum/zur ehrenamtlichen Hospizhelfer/in“ in Sögel an. „Der Kurs beinhaltet ein umfassendes Spektrum hospizlich  bedeutsamer Themen, die eine breite Auseinandersetzung mit der Tätigkeit ehrenamtlicher Hospizarbeit ermöglichen und darauf vorbereiten“, so Stefan Varel, pädagogischer Leiter der KEB. An drei Wochenenden, vier Tagesseminaren und neun Abendterminen geht es bis Anfang März 2025 um die persönliche Auseinandersetzung mit Krankheit und Sterben, Fragen der Gesprächsführung, Palliative Care und Validation sowie Sterbephasen. Aber auch Informationen zu Pflege- und Krankenbeobachtung, religiöse und rechtliche Aspekte und das Bestattungswesen finden ihren Platz sowie ein kleines, kursbegleitendes Praktikum. Ziel des Kurses ist es, eine palliative und hospizliche Versorgung eines Betroffenen und dessen Zugehörigen als gemeinsame Aufgabe zu verstehen, bei der der Mensch mit seinen Ängsten und Sorgen, aber natürlich auch mit seinen Wünschen und Bedürfnissen im Vordergrund steht.

Der Kurs wird von einem ausgewiesenen Fachreferententeam durchgeführt. Interessierte Personen erhalten weitere Informationen beim Sögeler Hospiz e.V. in Sögel (Steffi Olliges) unter: 05952 9681360 oder bei der KEB unter 05952 1556 und demnächst über diesen Link.

 

19.07.24 06:21:57